Seed Fonds III Aachen und Mönchengladbach beteiligt sich an Protembis GmbH

„Seed Fonds III Aachen und Mönchengladbach“ beteiligt sich an Protembis GmbH Aachener Startup entwickelt neuartiges Filtersystem, das Patienten bei Herzklappentransplantationen vor
Schlaganfällen schützen soll.Aachen, 26. Oktober 2018 – Der Seed Fonds III für die Region Aachen und Mönchengladbach GmbH & Co. KG beteiligt sich mit dem USamerikanischen,  börsennotierten Medizintechnikunternehmen Abiomed als Leadinvestor, der coparion GmbH & Ko. KG und weiteren Co-Investoren an dem Aachener Medizintechnik-Startup Protembis GmbH. Das Unternehmen entwickelt ein innovatives Schutzsystem, welches das Schlaganfallrisiko insbesondere bei kathetergeführten Herzklappenimplantationen minimieren soll. Insgesamt wird in dieser Finanzierungsrunde ein Kapitalbedarf von rund 10 Millionen US-Dollar sichergestellt, mit dem Protembis sein Produkt zur Marktreife bringen will. „ProtEmbo“ minimiert Einschwemmungen ins Gehirn bei Eingriffen mit Herzkathetern. Um das Schlaganfallrisiko bei einem Herzklappenersatz zu minimieren, hat Protembis das „ProtEmbo Cerebral Protection System“ entwickelt – kurz „ProtEmbo“. Denn bei der heutigen Methode der TranskatheterAortenklappen-Implantation („TAVI“) besteht das Risiko, dass sich Verkalkungen im Bereich der Herzklappe und der Aorta lösen und anschließend über die Blutbahn ins Gehirn gelangen können, wo sie einen Schlaganfall oder andere neurologische Komplikationen verursachen können. Die Medikamente, die vor, während und kurz nach dem Eingriff eingesetzt werden, um diesem Risiko entgegenzuwirken, bieten keine vollständige Sicherheit. „Bei praktisch jedem TAVI- Eingriff kommt es zu Partikeleinschwemmungen ins Gehirn“, sagt Karl von Mangoldt, CoGeschäftsführer und Mitbegründer von Protembis. „Jüngste klinische Studien zeigen, dass bis zu neun Prozent der TAVI-Patienten einen Schlaganfall erleiden“, ergänzt Conrad Rasmus, ebenfalls CoGeschäftsführer und Mitbegründer von Protembis. Dieses Risiko will das Team von Protembis mit ihrem Produkt minimieren. Das ProtEmbo ist ein Filtergerät, welches zu Beginn der Herzklappentransplantation eingeführt und am Ende wieder entfernt wird. Das durchlässige Material des Filters deckt sämtliche Zugänge zum Gehirn ab und ermöglicht den freien Durchtritt der Blutzellen in der Aorta, blockiert aber schon kleinste Embolie-Partikel. Der Filter ist mit Heparin beschichtet, um zu verhindern, dass er sich während der Operation zusetzt.

Großes Potenzial in wachsendem Markt
„Durch die demographische Entwicklung und die damit einhergehenden steigenden Fallzahlen beim Herzklappenersatz – und somit auch dem Embolieschutz – sehen wir für Protembis enormes Potenzial auf einem stark wachsenden Markt“, sagt Markus Krückemeier, Geschäftsführer der Managementgesellschaft des Seed Fonds III Aachen und Mönchengladbach. „Die  klinische Evidenz zur Notwendigkeit und der potenzielle Nutzen von Schlaganfallprävention bei der TAVI ist in den letzten Jahren enorm angewachsen. Protembis spricht daher einen starken klinischen Bedarf an“, ergänzt Dr. Sebastian Pünzeler, Investment Manager bei coparion. ProtEmbo wurde schon erfolgreich im Menschen eingesetzt Das junge Unternehmen hat in einer klinischen Studie bereits erfolgreich die initiale Sicherheit und Machbarkeit sowie die Wirksamkeit der Technologie des ProtEmbo im Menschen belegen können. „Wir planen, die klinischen Studien künftig in weiteren renommierten Herz-Zentren in Europa und in den USA durchzuführen und wollen das ProtEmbo schnellstmöglich zur Marktreife bringen“, sagt Oliver Schumacher, Chief Technology Officer von Protembis.

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